Artotheken:    
  Endlich: die artothek Köln ist wieder zugänglich!  
  Nach längerer Umbauphase zieht die artothek - Raum für junge Kunst - wieder zurück in ihr angestammtes Domizil.
im Haus Saaleck, Am Hof 50, in der Kölner Innenstadt. Wiedereröffnet wird der denkmalgeschützte Ausstellungsraum am 5. September 2012 mit einem interaktiven Projekt von Andreas Kaiser: Wie die artothek arbeitet, wie sie ihre Schätze sammelt, ordnet, einlagert, zeigt, austauscht, pflegt und verpackt - all dies möchte der Kölner Künstler für die Besucher sichtbar machen und gleichzeitig ein neues Ziel ins Auge fassen: Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Kunst zu begeistern und sie mit den Werken in Berührung bringen.

Sechs Wochen lang werden rund 400 Werke der Sammlung im Ausstellungsraum zwischengelagert. Im Verlauf des Projekts werden jeden Tag der Reihe nach Werke präsentiert, abgebaut, verpackt und ins Lager gebracht. Dabei werden sie von Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Köln, Lehrstuhl Restauration, begutachtet und registriert.

Bei 400 Werken und 30 Tagen Ausstellungsdauer werden pro Tag also etwa 14 Arbeiten gezeigt. Jeweils fünf Werke sind gleichzeitig an einer Wand zu sehen. Davor steht ein Sofa, auf dem sich die Besucher niederlassen und Werke der Sammlung präsentieren lassen können, etwa von Gerhard Richter, Walter Dahn, Andreas Schultze, Tamara Lorenz und Gerd & Uwe Tobias. So wird nach dem Wiedereinzug das Sichten und Einräumen der Sammlung nicht vor sondern während der Ausstellung stattfinden. Das Sammlungskonvolut ist zu Beginn sichtbar und verschwindet dann Stück für Stück im Lager. Der mit der Sammlung gefüllte Ausstellungsraum leert sich für zukünftige Ausstellungen.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Ausstellungsblog, der den Prozess des Auswählens, Ausstellens, Sichtens und Einräumens kommentiert und dokumentiert. Die Entleiher können per Blog die Präsentation der Sammlung im Ausstellungsraum mitbestimmen und sich ihre Wunschbilder wünschen.
 
  Link: www.museenkoeln.de/artothek/  
 
Johannes Stahl, 06.08.2012